Erste Liga | 2. Runde | Reichshofstadion | 4.400 Zuschauer
Austria Lustenau
1:0
(1:0)
FC BW Linz

Niederlage in Lustenau

von Christian Wögerbauer am 15.07.2011 um 20:36 | Foto: Johann Schornsteiner

Die Blau Weißen zeigten sich bemüht, doch durch viele unnötige Eigenfehler musste man sich Austria Lustenau knapp mit 1:0 geschlagen geben.

Der FC Blau Weiß Linz sah sich beim SC Austria Lustenau mit einer besonders schweren Herausforderung konfrontiert, schließlich gelten die Vorarlberger als Mitfavorit in Sachen Meistertitel. Davon wurden die Linzer, in deren Startformation Svetozar Nikolov Dominic Hassler ersetzte, gleich von Beginn an in Kenntnis gesetzt, gaben doch die Gastgeber vom Anpfiff weg den Ton an.

Diese Überlegenheit äußerte sich bereits früh im Führungstreffer für die Lustenauer, als Murat Cetinkaya in der 11. Minute nach einem weiten Pass Danilo Duvnjak entwischte und den Ball vorbei an David Wimleitner ins lange Eck schob. Zwar hatten die Linzer im Gegenzug - ausgerechnet durch Danilo Duvnjak - die Möglichkeit zum Ausgleich, doch nach einem Eckball spitzelte der junge Innenverteidiger den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Besonders bitter natürlich auch, dass der Gegentreffer irregulär zustande kam, da Torschütze Cetinkaya den Ball mit der Hand mitnahm.

Danach war für lange Zeit Funkstille in Sachen Linzer Offensive: zu viele Ballverluste prägten das Aufbauspiel der Blau Weißen, wodurch es den favorisierten Lustenauern leicht gemacht wurde, das Spiel nach ihrem Belieben zu bestimmen. Demzufolge stellte sich daher auch ein klares Chancenübergewicht zugunsten der Vorarlberger ein, die durch Murat Cetinkaya ihre beste Chance zur 2:0-Führung kurz vor dem Halbzeitpfiff ausließen, als dieser aus kürzester Distanz an David Wimleitner scheiterte. Die nennenswerteren Aktionen der Linzer beschränkten sich dagegen auf einen zu zentral ausgefallenen Schuss von Svetozar Nikolov in der 44. Minute - im Übrigen die einzige Tormöglichkeit der Gäste aus dem Spiel heraus in der ersten Hälfte.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nur wenig an der Spielcharakteristik - einzig, dass die Lustenauer nun noch stärker agierten und noch klarere Einschussmöglichkeiten vorfanden als noch in der ersten Hälfte. Vor allem in den ersten 15 Minuten des zweiten Spielabschnittes fanden die Hausherren eine Reihe von Möglichkeiten vor, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, doch sowohl der überragende Sascha Boller als auch abermals Murat Cetinkaya sowie Felix Roth, der die Stange traf, scheiterten. Danach zogen sich die Vorarlberger etwas zurück und begannen, den knappen Vorsprung zu verwalten. Dies gab den Blau-Weißen mehr Raum und Zeit im Spielaufbau, was sich auch in einem Übergewicht an Spielanteilen ab der 70. Minute äußerte. Doch selbst mit diesem Vorteil wollte es mit herausgespielten Chancen nicht klappen. Nach wie vor fanden viel zu wenig Pässe ihr Ziel und auch der Krampf in den Offensivbemühungen wollte sich nicht lösen. Da half auch die Einwechslung des Offensiv-Trios Manuel Hartl, Dominic Hassler und Michael Miksits wenig, womit sich die Linzer am Ende mit einer knappen Niederlage auf die lange Heimreise machen mussten.

Zwar waren die Lustenauer phasenweise klar stärker, doch schwächten sich die Linzer durch ungenaues Zuspiel und einer gewissen Ideenlosigkeit auch selbst. Einen Mangel an Kampfgeist konnte man den Blau Weißen allerdings ebenso wenig vorwerfen wie den Fans eine mangelnde Unterstützung: Denn zumindest der blau weiße Anhang gab auf den Tribünen des Lustenauer Reichshofstadions klar den Ton an.

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A. Lustenau vs. BW Linz

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