| FC BW Linz | – | WAC/St. Andrä |
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2:2(1:0) | ![]() |
| Linzer Stadion, 2.000 Zuschauer | ||
Heroischer Punkt für Blau Weiß
In einer unfassbar dramatischen Partie mit 4 Ausschlüssen erkämpften sich die Blau Weißen mit nur 7 Feldspielern ein 2:2 gegen den WAC!
Eines vorweg - diese Partie stand, wie auch schon das Derby gegen den LASK vor einer Woche, klar im Zeichen des Schiedsrichters. Neben unzähligen gelben Karten wurden mit Wimleitner, Hassler und Rabl gleich drei Linzer mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Auf Seiten der Kärntner erwischte es Torjäger Christian Falk. Zusätzlich mussten sich von den Blau Weißen auch noch der sportliche Leiter Gerald Perzy und Tormanntrainer Didi Derflinger auf die Tribüne verabschieden.
Aber nun zum Spiel! Von Beginn weg suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne. Schon in der sechsten Minute fand Manuel Hartl eine Großchance vor. Sein Schuss im Strafraum wurde von Keeper Christian Dobnik gerade noch entschärft. Die Kärntner waren in weiterer Folge die dominantere Mannschaft, kamen aber durch die gut postierte Linzer Abwehr kaum zu gefährlichen Torchancen!
Vielmehr litt die Partie durch die ständigen Unterbrechungen von Schiedsrichter Mag. Harald Ruiss, der es am heutigen Abend sehr genau nahm, praktisch jeder Zweikampf wurde abgepfiffen und mit Gelb oder Gelb/Rot bestraft.
In der 20. Minute, praktisch aus dem Nichts, gingen die Königsblauen dann in Führung. Über die linke Seite kam der Ball in den Strafraum, der WAC brachte das Leder nicht weg und Goalgetter Dominic Hassler netzte zur 1:0 Führung ein. Nur wenige Minuten später musste der Torschütze dann allerdings mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche.
Angetrieben von Markus Kreuz und dem Vorteil mit einem Mann mehr am Platz agieren zu können, waren die Gäste dann klar spielbestimmend, ohne aber wirklich gefährlich geworden zu sein. Noch vor der Pause mussten dann WAC-Torjäger Christian Falk und BW-Abwehrspieler Stefan Rabl wegen Nichtigkeiten ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz. Jeglicher Spielfluss ging einmal mehr am heutigen Abend komplett verloren.
Die zweite Halbzeit war von Beginn weg ein einziger Sturmlauf der Lavanttaler. Die Live-Statistik ermittelte einen Ballbesitz von 61 zu 39 für den WAC. Die Linzer arrangierten sich mit der Situation, standen hinten gut und hielten die Gäste im Zaum – bis zur Schlussphase, die es gewaltig in Sich hatte. Zuvor hätte allerdings Ernst Marko Koll schon alles klar machen können. In der 73. Minute wurde der Linzer Innenverteidiger von Poljanec ideal freigespeilt, überspielte Keeper Dobnik und brachte dann den Ball nicht im Tor unter.
In der 83. Minute wurde der Kärnter Sturmlauf dann aber belohnt. Manuel Kerhe ging über links durch und brachte den Ball zur Mitte, wo Mihret Topcagic per Kopf zum 1:1 Ausgleich vollendete. Im selben Atemzug musste dann auch noch David Wimleitner vom Platz, der in ein Gerangel - welches den Namen kaum verdient - verwickelt war.
Die Elf von Nenad Bjelica wollte den Sieg und stellte dazu in der 87. Minute erneut die Weichen. Dario Baldauf erhöhte auf 2:1. Die Gäste sahen wie die sicheren Sieger aus. Die Königsblauen erinnerten sich zurück – auch im Hinspiel musste man trotz Halbzeitführung den Rasen als Verlierer verlassen. Die Weissenböck-Elf richtete sich nochmals auf, suchte mit zwei Mann weniger den Weg in den Strafraum und wurde belohnt. Manuel Hartl verwertete eine Hereingabe von rechts zum vielumjubelten 2:2 Ausgleich. Die Gugl kam einem Tollhaus gleich!
In der Nachspielzeit vergab Stückler noch die ganz dicke Möglichkeit auf den Sieg, setzte allerdings das Leder aus aussichtsreicher Position hauchdünn neben das Linzer Gehäuse. Dann war Schluss! Gegen den Tabellenführer und gegen den Schiedsrichter war an diesem Abend einfach nicht mehr möglich. Ein umso größeres Komliment muss man an die blau weiße Kampfkraft und Moral richten. Mit nur sieben Feldspielern am Platz darf man von einem heroisch erkämpften Punkt sprechen.







