Erste Liga | 16. Runde | Reichshofstadion | 3.600 Zuschauer
Austria Lustenau
2:1
(1:0)
FC BW Linz

Nichts zu holen in Lustenau

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 09.11.2012 um 20:16 | Foto: Bernd Speta

Wieder einmal hingen die Trauben für die Blau Weißen im Ländle zu hoch. Kämpferisch kann man sich bestimmt nichts vorwerfen, am Ende siegte die Austria gerade noch mit 2:1.

Der Punkt auswärts gegen Altach, der Sieg zuletzt im Heimspiel gegen Horn. Genug Indizien für eine Trendwende und so nahm der blau weiße Tross die Reise nach Vorarlberg zuversichtlich in Angriff. Gegen den Tabellenführer gingen die Linzer als krasser Außenseiter in die Partie. Doch bei Trainer Helgi Kolvidsson und den Seinigen regierte zuletzt ein wenig die Unsicherheit. Die spielerischen Leistungen und die Niederlage gegen St. Pölten in der letzten Runde zeigten Wirkung.

In den ersten Minuten der Partie ein verhaltener Auftakt, mit Fortdauer übernahmen die Hausherren aber das Kommando. Blau Weiß praktisch ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt. Der frühe Gegentreffer daher eine logische Konsequenz. Neun Minuten waren gespielt, als nach einem Einwurf der Ball zu Jürgen Kampel kam und der das Leder aus rund 18 Metern genau in die lange Ecke beförderte. Bereits zum fünften Mal in dieser Spielzeit war ein Einwurf Ausgangspunkt für ein Lustenauer Tor.

Die Blau Weißen nahmen zur Kenntnis, dass der Titelaspirant die Aufgabe sehr ernst nahm und wenig zuließ. Nach 23 Minuten tankte sich Boller sehenswert über die linke Seite durch und brachte das Leder in die Mitte, wo Zwischenbrugger zu genau zielte und das Spielgerät nur um Haaresbreite neben die Stange setzte.

Im Gegenzug die Blau Weißen mit der ersten guten Möglichkeit. Hartl brachte Sulimani mit einem tollen Pass in Position und nur Jürgen Patocka konnte im letzten Augenblick einen Torjubel verhindern. Wenige Minuten später dann wieder eine gute Möglichkeit für beide Teams. Zwischenbrugger wurde im Strafraum ideal freigespielt und lupfte das Leder nur knapp über den Kasten. Im Gegenzug wurde Hartl von Sulimani bedient und dessen Schuss landete ebenfalls nur knapp neben dem Tor.

Die Verunsicherung  bei den Vorarlbergern keimte wieder auf. Blau Weiß wurde von Minute zu Minute mutiger, kam zu mehr Ballbesitz und hatte aber in der 38. Minute Glück, als Schiri Kollegger einen Zweikampf zwischen Höltschl und Zwischenbrugger im Strafraum ungeahndet ließ.

Kurz vor der Pause dann noch einmal eine gute Aktion der Linzer! Huspek tankte sich über die rechte Seite durch und brachte den Ball in die Mitte, wo Sulimani den Ball nicht sauber traf.

Beide Mannschaften begannen die zweite Halbzeit personell unverändert und in der 53. Minute vernahmen die rund 3.600 Besucher im Reichshofstadion einen lauten Knall. Patrick Salomon zündete aus der zweiten Reihe eine Rakete und traf dabei nur den Pfosten – Glück für die Blau Weißen! Lustenau machte weiter Dampf und drückte die Linzer in die eigene Hälfte. Nach gut einer Stunde wurden die Angriffsbemühungen belohnt. Nach einer Hereingabe von Boller brachte zuerst Zwischenbrugger den Ball nicht im Tor unter – über Umwege kam der Ball zu Harald Dürr, der mit einem trocken Schuss aus rund 18 Metern David Wimleitner keine Chance ließ.

Der Vorsprung war komfortabel, der Tabellenführer wähnte sich in Sicherheit. Trainer Gerald Perzy reagierte und brachte für Nikolov und Höltschl, Wawra und Daniel Guselbauer in die Partie. Die Blau Weißen warfen alles nach vorne und kamen zu guten Möglichkeiten, doch immer wieder konnte sich Keeper Hefel auszeichnen. Zuerst gegen Sulimani und dann nach Freistoß von Huspek.

In den Schlussminuten kam Matthias Lindner für Philipp Huspek in die Partie und gleich zu einer Top-Chance. Er dribbelte sich in den Strafraum, ließ sich aber zu lange Zeit und wurde am Fünfmeterraum noch vom Ball getrennt.

Dann die Nachspielzeit und die hatte es noch einmal richtig in sich! Lindner ging wieder in den Strafraum, spielte den Stangler und Stephan Stückler fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Unglaublich, auf einmal wurde es richtig hektisch und beinahe wäre noch der Ausgleich gelungen. In der 94. Minute war es ein weiter Ball in den Strafraum, der Daniel Guselbauer die Chance bot. Sein Kopfball aus vollem Lauf wurde von Hefel mit einer Heldentat entschärft.

Am Ende blieb es dabei! Austria Lustenau brachte das 2:1 ins Trockene und die Linzer treten die Heimreise mit 0 Punkten an. Durch die Niederlagen der Konkurrenten ist aber im Grunde nichts passiert und auch die eigene Leistung war gegenüber den letzten keine schlechte. Die Zuversicht bleibt!

MATCHCENTER
A. Lustenau vs. BW Linz

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Horn - Hartberg 0:0
Grödig - St. Pölten 3:4
Altach - Vienna 3:0
KSV - FC Lustenau 2:4