Erste Liga | 10. Runde | Gernot Langes Stadion
WSG Wattens
0:0
(0:0)
FC BW Linz

Punkt in Wattens

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 16.09.2016 um 20:20 | Foto: GEPA pictures

Die Blau Weißen kämpfen bis zum Umfallen - am Ende ein gerechtes Unentschieden im Aufsteigerduell.

Zum Auftakt des zweiten Durchganges der Ersten Liga gastierte der FC Blau Weiß Linz in der 10. Runde im Gernot Langes Stadion in Wattens. Es war nicht nur das Duell der beiden Aufsteiger und es ging nicht nur um die Revanche für das 3:0 aus der ersten Runde – nein, für die Linzer stand situationsbedingt eine ganze Menge auf dem Spiel. Der Trainerwechsel sollte einen wichtigen Impuls geben, um wieder auf die Siegerstraße zurückkehren zu können. Aber auch beim Gegner nicht alles eitel Wonne. Die Anfangseuphorie ist etwas zerbröselt - nach zuletzt sechs sieglosen Runden brannten die Tiroler auf einen vollen Erfolg.

David Wimleitner nahm minimale Veränderungen im Kader vor. Mehmedovic rückte als linker Verteidiger in die Startelf, Huspek ins defensive Mittelfeld und Pecirep begann als Solospitze. Die Blau Weißen begannen hellwach und versuchten immer wieder schnell in die Spitze zu spielen. Wattens dagegen abwartend und wie erwartet auf Konter ausgerichtet – wenn etwas ging, dann über die linke Seite und Pranter. Auf die großen Möglichkeiten musste man im ersten Durchgang aber sehr lange warten. In der 14. Minute klopften die Linzer über Renner nach Vorarbeit von Hinum an. Der Volleyversuch im Strafraum ging aber über das Tor. Die Hausherren fanden ihrerseits in der 36. Minute die beste Möglichkeit vor. Gebauer war über rechts nicht zu halten, spielte den Ball in den Rücken der Abwehr – Jurdik rutschte dann in aussichtsreicher Position aus und so überstanden die Linzer diese Situation ohne Gegentor.

Kurz vor der Pause musste Wattens-Trainer Silberberger verletzungsbedingt tauschen. Defensivspieler Mörck hatte es erwischt – er musste kurzdarauf direkt ins Krankenhaus transportiert werden. Torlos gingen die ersten 45 Minuten wenig später zu Ende. Die Körpersprache der Linzer auch im zweiten Durchgang eine Augenweide und die war absolut notwendig. Es wurde eine echte Schlacht, eine Partie auf Messers Schneide. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und spielten mit offenem Visier – es ging hin und her. In der 65. Minute eine große Möglichkeit für die Königsblauen. Pecirep kam im Strafraum per Kopf an den Ball und zwang Oswald zu einer Glanzparade. Je länger das Spiel dauerte umso mehr wurde es auch eine Nervenschlacht. Die Blau Weißen, angetrieben von Coach Wimleitner, der jeden Zentimeter seiner Coachingzone ausnützte, suchten den Weg nach vorne und die Lücke. Wattens dagegen hinten kompakt und  auf den einen vielleicht entscheidenden Konter fokussiert.

Schrecksekunde in der 82. Minute! Ein Schnitzer in der Linzer Hintermannschaft und der gerade zuvor eingewechselte Shazad kam im Strafraum zum Abschluss – Binder mit einer Glanzparade. 1.200 Zuschauer waren gebannt von dieser Partie, die in der 88. Minute noch einmal eine Großchance für Wattens zu bieten hatte. Katnik war es, der aus gut 18 Metern das Leder knapp neben das Tor setzte. Auch der Schlussakkord wurde von Katnik gespielt und auch in dieser Situation brachte Binder gerade noch seine Hände nach oben und konnte den Gewaltschuss abwehren.

Wattens und der FC Blau Weiß Linz trennen sich torlos – am Ende ein gerechtes Unentschieden und für die Linzer wieder ein kleines Stück auf dem Weg zurück auf die Siegerstraße.

MATCHCENTER
Wattens vs. BW Linz

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