Erste Liga | 17. Runde | Franz Fekete Stadion
KSV 1919
2:2
(2:1)
FC BW Linz

In Unterzahl gepunktet

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 04.11.2016 um 20:00 | Foto: GEPA Pictures

Gegen den KSV gehen die Linzer zwar in Führung, erkämpfen aber letztendlich mit einem Mann weniger noch ein Unentschieden.

In der 17. Runde der Ersten Liga machte sich der FC Blau Weiß Linz auf den Weg nach Kapfenberg, um dort im Franz Fekete Stadion auf den aktuellen Tabellenvierten zu treffen. Die Linzer wollten nach dem erkämpften Punkt an Allerheiligen auswärts gegen Wacker Innsbruck unter Trainer Klaus Schmidt weiter ungeschlagen bleiben und wenn möglich noch eine Schippe drauflegen, um endlich den heiß ersten „Dreier“ einfahren zu können.

Personell unverändert präsentierte sich unsere Mannschaft,von der ersten Minute weg hellwach und mit sehr viel Selbstvertrauen und Ambitionen nach vorne. Pellegrini tauchte bereits in der sechsten Minute gefährlich im KSV Strafraum auf – Keeper Nicht konnte aber hier noch klären. Die Steirer, ohne Idee und sehr passiv, kamen zunehmend immer mehr unter Druck. In der 11. Minute hatte Pecirep nach einer Renner-Hereingabe viel Platz und am Ende fehlte auch hier gar nicht viel. Königsblau machte weiter Dampf und belohnte sich dann auch nach gut einer Viertelstunde für die Angriffslust. Gabriel schickte Goiginger auf die Reise, der brachte eine Traumflanke in den Strafraum, wo Pellegrini per Kopf alles richtig machte und die 1:0 Führung erzielte.

Die Hausherren wirkten geschockt und hatten keine kurzfristige Antwort parat. Blau Weiß verabsäumte es aber in dieser Situation nachzulegen - mit Fortdauer konnten die Falken die Partie doch wieder neutralisieren und kamen in der 30. Minute zu einer gefährlichen Freistoßgelegenheit, die Folgen hatte. Sencar zirkelte das Leder in Weltklassemanier über die Mauer, zum 1:1 Ausgleich genau in die Kreuzecke.

Die Linzer aber keinesfalls geschockt, hatten weiter mehr Ballbesitz und Ideen im Spiel nach vorne. Doch praktisch mit dem Schlussakkord der ersten Halbzeit sollte es dann noch einmal ganz bitter für die Elf von Trainer Klaus Schmidt kommen. In der 43. Minute überlegte Schiedsrichter Kijas keine Sekunde und zeigte nach einem Hankic-Foul im Strafraum auf den Punkt. Unser Schlussmann wollte diesen Umstand aber unbedingt korrigieren und konnte den fälligen Strafstoß sensationell parieren. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Bei der anschließenden Ecke brachten die Linzer den Ball nicht aus dem Strafraum und Perisic drückte das Leder mit Gewalt zum 2:1 über die Linie.

Der Gang in die Kabine damit sehr ernüchternd. Als das spielerisch bessere Team haben sich die Königsblauen da die Butter viel zu einfach vom Brot nehmen lassen. Umso größer die Motivation im zweiten Durchgang, das Ergebnis noch zu korrigieren und dementsprechend engagiert auch die Spielweise. In der 47. Minute war es Haudum, der nach einer Ecke überraschend an den Ball kam, doch aus kurzer Distanz den Ball nicht mehr entscheidend kontrollieren konnte. Die Linzer hielten das Powerplay aber aufrecht und kamen nur vier Minuten später zur nächsten großen Möglichkeit. Nach einer wunderschönen Kombination war es diesmal Hinum, der aus gut 14 Metern das Leder über das Tor beförderte.

Ein herber Rückschlag dann nach exakt einer Stunde. Mehmedovic im Zweikampf etwas ungestüm und Schiedsrichter Kijas zeigte kein Erbarmen. Unsere Nummer Acht hatte bereits die Gelbe Karte gesehen und musste damit als Wiederholungstäter vorzeitig unter Dusche. Schmidt reagierte sofort und brachte Abraham für Pellegrini in die Partie und die Linzer kämpften weiter bis zum Umfallen. Die entscheidende Szenen dann in der 75. Minute. Die Steirer hatten über Joao Victor die große Möglichkeit, alles klarzumachen. Hankic konnte aber nach einem Eckball den Kopfball des Brasilianers aus nächster Nähe mit einem Weltklasse-Reflex parieren und praktisch im Gegenzug stachen die Stahlstädter eiskalt zu. Weiter Ball von Kerschbaumer – Renner ließ Seebacher stehen und traf aus halblinker Position eiskalt in die lange Ecke.

Kapfenberg versuchte noch einmal in die Partie zurück zu kommen und hatte in der 84. Minute noch eine gute Möglichkeit. Renner zeigte sich aber im eigenen Strafraum hellwach und konnte eine Kopfballverlängerung noch von der Linie kratzen. Am Ende blieb es beim 2:2 Unentschieden. Die Linzer bleiben damit unter Trainer Klaus Schmidt weiter ungeschlagen. Die eingeschlagene Richtung macht jedenfalls viel Mut für die kommenden Aufgaben.

MATCHCENTER
KSV vs. BW Linz

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Liefering - Wattens 0:0
LASK - FAC 1:0
Innsbruck - Horn 0:0
A. Lustenau - Wiener Neustadt 1:0