Erste Liga | 28. Runde | Gernot Langes Stadion
WSG Wattens
3:3
(2:2)
FC BW Linz

Sieg in letzter Sekunde vergeben: 3:3 in Wattens.

von Jürgen Philipp am 14.04.2017 um 17:23

Der Stahlstadtklub legte den Wattenern zwar drei Eier ins Osternest. Am Ende muss man sich trotzdem mit einem Punkt zufrieden geben.

Es war das Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger, die das Frühjahr 2017 bisher regelrecht gerockt haben. Die Wattener starten als Dritter der Rückrundentabelle, unsere Blauweißen als Zweiter. Zutaten für ein spannendes Match bei denen auf Seiten der, heute in Weiß spielenden, Linzer Lukas Gabriel wegen einer Gelbrot-Sperre pausieren muss. Ein Match das diesen Vorzeichen gerecht werden sollte. Gerade zwei Minuten gespielt und Schiedsrichter Alan Kijas zeigt auf den Tiroler Elferpunkt. Michael Steinlechner holt Rene Renner von den Beinen und unsere Nummer sieben verwertet eiskalt in der vierten Minute.

Eiskalt die Dusche für die Tiroler? Keineswegs: Nach 17 Minuten sollte eben jene Dusche auf Seiten der Linzer folgen. Damir Mehmedovic hat den Ball unter Kontrolle deutet Hidajet Hankic an ihn anzunehmen, der zögert, und Milan Jurdik bedankt sich mit dem Ausgleich. Ein Gastgeschenk der Linzer, das aber nur kurz Schatten auf unser Spiel werfen sollte. Acht Minuten später setzt Thomas Goiginger zu einem Schuhplattler auf Salzburger Art an, durchtanzt mehrere Gegenspieler, legt auf für Rene Renner und der verwertet zum Doppelpack. Eine Traumkombination!

Nach einer halben Stunde muss Trainer Klaus Schmidt verletzungsbedingt wechseln. Darijo Pecirep humpelt vom Feld, für ihn kommt Jakob Kreuzer. Pecirep wird später wegen des Verdachts auf Mittelfußknochenbruch ins Spital eingeliefert. Wattens findet wieder besser ins Spiel und bekommt in der 34. Minute einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Benjamin Prantner tritt ihn, der Ball findet den völlig alleinstehenden Florian Buchacher, und der hämmert ihn sehenswert ins Tor. Die von Klaus Schmidt angekündigte „Schlacht“ zeichnet sich ab, es wird hart gespielt, gekämpft und gekratzt. Der Schiri muss einige male eingreifen, zeigt etwa Mehmedovic wegen Hands Gelb (40.). Vier Minuten später erhält diese auch Prantner, der Renner am Knie trifft. Der daraus resultierende Freistoß von Goiginger verabschiedet sich jedoch in Richtung Tiroler Himmel und Schiri Kijas kurz darauf auch die Mannschaften in die verdiente Pause.

Nach kurzem Hin und Her in Halbzeit zwei, kommen die Linzer in der 52. Minute zu einem Eckball. Thomas Goiginger tritt ihn, findet den Kopf seines Zimmergenossen Jakob Kreuzer und der verwertet wie aus dem Bilderbuch zur erneuten blauweißen Führung. Das Spiel wird daraufhin immer ruppiger, wie in Minute 55: Niels Peter Morck mit einem brutalen Foul an Felix Huspek – er trifft Huspek mit dem Fuß am Kopf. Schiri Alan Kijas zögert keine Sekunde: Rot für Morck, Blauweiß ab der 55. Minute mit einem Mann mehr. In der 61. geht der Kartenreigen weiter: Daniel Kerschbaumer fasst Gelb aus. Die Tiroler geben sich noch längst nicht geschlagen und drücken weiter aufs Tempo. Unsere Königsblauen halten dagegen, ein 35-Meter Freistoß von Goiginger in Minute 66 stellt den Tiroler Schlussmann vor Probleme. In der 70. Minute kommt für Markus Blutsch Sigi Markovic der gleich eine Ecke herausholt, die nicht ungefährlich war.

Auf der Gegenseite kommen die Tiroler wieder brandgefährlich vors Linzer Gehäuse. Flo Maier wirft sich in den Schuss von Buchacher, der sonst wohl den Ausgleich erzielt hätte. Von numerischer Überlegenheit war in dieser Phase wenig zu sehen. Unsere Königsblauen lauern und warten auf ihre Gelegenheiten. Und diese sollten kommen: Goiginger perfekt freigespielt, scheitert aber aus kurzer Distanz durch eine Heldentat von Oswald (78.). Eine Minute später verzieht Anic. Die Linzer bekommen aber nur kurz Oberwasser. Die Tiroler kämpfen und wollen den Ausgleich erzwingen. Bange letzte Minuten brechen an. Thomas Goiginger verlässt unter Applaus der lautstarken Linzer Fans in der 88. Minute für Stefan Haudum das Feld. Kurz darauf der vermeintliche Matchball: Überzahlspiel der Stahlstädter, doch statt Renners dritten Treffer hält Goalie Oswald die Tiroler im Spiel. Unmittelbar danach spielt Hinum spielt Renner frei, doch Oswald ist wieder um einen Tick schneller. Und dann kommt es ganz bitter: Letzte Aktion im Spiel, Hankic läuft heraus Jurdik fällt geschickt, und es gibt Elfmeter. Hankic wirft sich in den Schuss, berührt noch den Ball, aber Prantner schießt zu scharf und so nützt es am Ende nichts: Blauweiß muss sich mit dem Unentschieden begnügen, kann aber auf die starke kämpferische Leistung stolz sein und mit Selbtbewußtsein ins Derby gehen.

MATCHCENTER
Wattens vs. BW Linz

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