ÖFB-Cup | 2. Runde | | 319 Zuschauer
SV Wimpassing
6:5
(2:1)
FC BW Linz

Endstation Wimpassing - Blau Weiß scheitert im Cup!

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 18.09.2017 um 17:30

Der Landesligist aus dem Burgenland rettet sich nach 2:0 Führung am Ende noch ins Elfmeterschießen und hat dort das Glück!

In der zweiten Hauptrunde des ÖFB Fußballcups 2017/18 wurde dem FC Blau Weiß Linz der burgenländische Teilnehmer SV Wimpassing zugelost. Nach acht gespielten Runden in der Burgenlandliga fand man die Mannschaft aus Wimpassing ungeschlagen an der dritten Stelle der aktuellen Tabelle wieder. Erfolgsgarant für das gute Abschneiden des SV Wimpassing ist die funktionierende Defensive, die erst sechs Gegentreffer hinnehmen musste.

Die Blau Weißen traten die Reise enorm ersatzgeschwächt an. Trainer Gorenzel konnte aber trotzdem eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken. Die Blau Weißen taten sich von Anfang an gegen den Underdog schwer und kamen kaum ins Spiel. Wimpassing lauerte auf Konter und genau ein solcher bedeutete für die Blau Weißen in der siebten Minute auch gleich die kalte Dusche. Über die rechte Seite kam der Ball in den Linzer Strafraum, wo Sistek das Leder über die Linie stochern konnte. Nach vorne ging auch weiterhin sehr wenig. Die Blau Weißen bekamen keinen Zugriff auf den unangenehmen Gegner, der dann nach 15. Minuten die Partie komplett auf den Kopf stellte. Nach einem Einwurf verlängerte Sistek für Marzinger, der ging in den Strafraum, legte quer und Egharevba traf zum 2:0. Keeper Ammar Helac, der heute sein Debüt von Anfang an gab, hatte keine Chance.

Ratlose Gesichter bei den mitgereisten Linzer Fans. Die Königsblauen standen komplett neben sich – trotz deutlich mehr Ballbesitz fehlten die Ideen gegen die defensiv sehr gut organisierte Mannschaft von Spielertrainer Topic. Doch dann in der 31. Minute aus heiterem Himmel der Anschlusstreffer. Huspek nahm sich aus der zweiten Reihe ein Herz und setzte das Leder maßgenau in die rechte obere Ecke. Hoffnung bei den Blau Weißen – das musste doch die Initialzündung gewesen sein, doch praktisch im Gegenzug schon wieder Schockstarre! Nach Foul von Skrivanek an Sistek ertönte der Pfiff und es gab Elfmeter. Doch Ammar Helac hatte eine Sternstunde und konnte gegen Topic parieren.

Aber auch dieses Momentum konnten die Linzer nicht für sich nutzen – nur wenige Minuten später vertändelte der stark aufspielende Marzinger alleine vor Hellac im Strafraum leichtsinnig. Trainer Gorenzel reagierte und brachte mit Oppong für Skrivanek mehr Offensive in die Partie. Kurz vor der Pause dann noch einmal Dramatik. In der 44. Minute zwang Haudum Keeper Dau zu einer Glanzparade und im Gegenzug scheiterte Sistek an der Querlatte!

Mit dem überraschenden 2:1 für den SV Wimpassing ging es wenig später auch in die Kabinen. Die Königsblauen ordneten sich neu und kamen deutlich aggressiver auf den Rasen zurück. Wimpassing wurde endlich unter Druck gesetzt – Kombinationen glückten, doch die Tormöglichkeiten hatten weiter nur die Burgenländer. Nach exakt einer Stunde hatte Egharevba die große Möglichkeit – er wurde im Strafraum freigespielt und vergab aus der Drehung nur um Haaresbreite. Die Königsblauen versuchten weiter alles, erhöhten noch einmal die Schlagzahl und drückten Wimpassing immer weiter hinein. Aber erst in der 81. Minute die Erlösung und es brauchte einen ruhenden Ball. Patrick Schagerl verwertete einen Freistoß unhaltbar in die rechte obere Ecke zum 2:2 Ausgleich.

Jetzt hatten die Linzer alle Trümpfe in der Hand. Wimpassing wirkte angeschlagen, doch es war einfach nicht der Tag unserer Mannschaft. In der 90. Minute einmal mehr ein Rückschlag. Oppong musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Nach 90 Minuten damit keine Entscheidung und die Partie musste in die Verlängerung. Bei den Gästen schienen die Kräfte zu schwinden. Königsblau machte das Spiel und bog in der 101. Minute auf die Siegerstraße ein. Nach Flanke von Schagerl köpfte Templ gegen die Laufrichtung die 3:2 Führung. Doch wer gedacht hätte, dass es das schon gewesen ist, der hatte sich getäuscht. Wimpassing versuchte noch einmal alles und hatte immer wieder gefährliche Momente nach vorne. In der 110. Minute dann auch tatsächlich noch der Ausgleich! Nach einem Sistek-Freistoß köpft Radulovic zum 3:3 Ausgleich. Die rund 300 Fans in Wimpassing standen Kopf und wollten noch mehr. Die Königsblauen stark verunsichert, konnten nach vorne keine Akzente mehr setzen und so stand nach 120 Minuten fest, dass die Partie im Elfmeterschießen entschieden werden musste.

Und dort ein Spiegelbild der heutigen Leistung. Man war angetreten um weiterzukommen, doch am Ende fehlte einfach die Idee und die Zielstrebigkeit. Bei den Linzern treffen lediglich Gabriel und Kerschbaumer – da aber Halilovic, Schagerl, Haudum und Huspek vergeben, gewinnt der SV Wimpassing am Ende mit 6:5 nach Elfmeterschießen und die Königsblauen sind damit gegen den Underog in der zweiten Pokalrunde ausgeschieden.

MATCHCENTER
Wimpassing vs. BW Linz

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