Klaus Schmidt wird Trainer in Altach

von Jürgen Philipp am 09.06.2017 um 07:42 | Foto: GEPA Pictures

Durch eine Vertragsklausel wechselt Klaus Schmidt nun eine Liga höher zum Europa League Qualifikanten Altach. Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits im vollen Gange.

Schmidt kam, sah und siegte: So in etwa konnte man seine Trainerstation beim FC Blau Weiß Linz beschreiben. Durch einen fast unheimlichen Siegeszug konnte er unseren Stahlstadtklub sogar auf Platz 7 führen. In nur acht Monaten seiner hochemotionalen Amtszeit jubelte, kommandierte und dirigierte er sich in die blauweißen Herzen. Doch dieser Lauf blieb nicht im Verborgenen, zuerst angelte der ÖFB nach Schmidt und jetzt Altach – mit Erfolg. Daher währte die Freude über die Vertragsverlängerung von Klaus Schmidt leider nur wenige Tage. Aufgrund einer Vertragsklausel konnte unser nunmaliger Ex-Coach gegen eine festgeschriebene Ablösesumme in eine höhere Liga wechseln. „Ohne diese Klausel hätten wir ihn gar nicht bekommen“, schildert Sport-Vorstand David Wimleitner. Und eben jene Klausel hat den Abgang nach Altach ermöglicht, wo Klaus Schmidt nicht nur eine Liga höher klettert, sondern sogar einen Europa League Qualifikanten übernehmen kann. Böse kann ihm da wohl keiner sein.

David Wimleitner ist daher auf der Suche nach einem neuen Coach: „Klaus hat immer mit offenen Karten gespielt, auch wie er beim ÖFB im Gespräch war. Deshalb habe ich mich schon auf einen eventuellen Abgang vorbereiten können.“ Unser Sport-Vorstand hat daher schon einige Kandidaten im Sinn: „Ich habe eine genaue Vorstellung wie der neue Trainer aussehen und was er können soll.“ Nun wird in Ruhe verhandelt, dennoch soll der neue Coach so zeitnah wie möglich präsentiert werden. Bis dahin übernimmt Max Babler das Training, das kommenden Montag beginnt. Im Gegensatz zu der Situation im Oktober 2016 wo man als abgeschlagener Letzter einen Trainer suchte, ist die Zahl der Kandidaten deutlich gestiegen: „Man hat gesehen, dass wir hier ein gutes Team haben und es gibt einige die zu uns wollen.“ 

Der Stahlstadtklub zieht den Hut vor Klaus Schmidt, aus Respekt, nicht bloß um Adieu zu sagen. Er hat Mut bewiesen als er die Mission Klassenerhalt übernahm und vollendete. Er bewies, dass man sich selbst als „Ghostbuster“ in einer scheinbar aussichtslosen Situation nach ganz oben coachen kann. Wir wünschen ihm daher alles Gute mit Altach – und vielleicht sehen wir uns bald mal wieder.

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