Neuer Coach: Der „Duke“ ist gelandet

von Jürgen Philipp am 19.06.2017 um 11:41 | Foto: GEPA Pictures

Der neue Chefcoach Günther Gorenzel hat nun offiziell das Zepter übernommen. Der studierte Trainingswissenschaftler mit beeindruckender Vita war der „Einserkandidat“ des Vereins.

Schon vor der offiziellen Präsentation von Günther Gorenzel kursierten in Fankreisen die ersten Spitznamen für den neuen Coach. Durch seine optische Ähnlichkeit mit dem Unheilig Sänger wurde er gleich als „Graf“ oder „Duke“ betitelt. Günther Gorenzel nimmt es mit Humor. Doch auch andere Ähnlichkeiten werden offenkundig: Nicht nur die „Frisur“ und die steirischen Wurzeln erinnern an Klaus Schmidt, sondern auch die gemeinsame Zeit mit Schmidt beim GAK, wo unser neuer Coach als 1. Co-Trainer von Walter Schachner agierte. „Klaus und ich kennen uns seit 15 Jahren. Da schaut man natürlich genauer hin, wenn ein Kollege ein Team trainiert. Deshalb habe ich mir ein sehr gutes Bild vom Verein und vom Team machen können.“ Für Sport-Vorstand David Wimleitner einer der ausschlaggebenden Faktoren für seinen „Einserkandidaten“: „Wir sind cool geblieben und haben bei der Trainersuche die Nerven bewahrt. Roland Arminger wurde von Angeboten regelrecht bombardiert.“ Schnell kristallisierten sich fünf Kandidaten für den Job heraus, schließlich wurde der studierte Trainingswissenschaftler zum „Einerkandidaten“ von David Wimleitner.

Der Titel „Einserkandidat“ bezieht sich dabei nicht nur auf die Präferenzen des Sport-Vorstands, sondern auch auf die beeindruckende Vita des neuen Trainers. Günther Gorenzel ist der erste Österreicher der den Fußballlehrer Lehrgang des Deutschen Fußballbundes abschloss – und das mit einem Notenschnitt von 1,0. Eine Ausbildung die der UEFA PRO Lizenz entspricht. „Ich habe 2015 abgeschlossen und damit die Grundlage geschaffen Cheftrainer zu werden.“ Nach Co-Trainer Stationen beim FC Kärnten, Austria Wien, GAK, 1860 München, Rubin Kasan, Kaiserslautern und Hoffenheim übernimmt er nun erstmals federführend das Zepter: „Wir sind froh, dass wir ihm diese Plattform bieten können. Er deckt unser Anforderungsprofil perfekt ab. Wir wollten einen Trainer der uns nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern der den ganzen Verein nach vorne bringt. Günther ist mit seiner Erfahrung genau dieser Mann“, ist Wimleitner froh und ergänzt: „Ich kenne die Mannschaft, eine Mannschaft mit Charakter, daher brauchen wir einen Trainer, der vom Team 100% verlangt, und den Spielern gleichzeitig auch Wertschätzung entgegenbringt.“

Auch der neue Coach freut sich auf die Aufgabe: „Ich danke dem Klub, dass er mir das Vertrauen entgegenbringt. Dieses Vertrauen habe ich von der ersten Minute an gespürt. Ich werde mit 100% Leidenschaft und meiner Erfahrung dieses Vertrauen zurückzahlen.“ Erfahrung die sich sehen lassen kann: 34 Europa-League- und Champions-Leaguespiele, Arbeit mit A-Nationalspielern aus 63 Nationen, Österreichischer Meister und Pokalsieger, sowie russischer Meister und Pokalsieger stehen auf der Visitenkarte des „Dukes“. Welches System, welchen Stil bevorzugt Gorenzel nun? „Ich bin ein Verfechter davon permanent zu agieren und den Gegner permanent unter Druck zu setzen. Ich spiele nicht gerne auf Abwarten, will immer das Heft in die Hand nehmen. Ich will eine klare Struktur und eine klare Aufgabenverteilung,“ Dem neuen Arbeitgeber streut er Rosen: „Der Verein hat gute Arbeit geleistet, ich finde viel Potenzial vor und übernehme einen fertigen Kader bei dem ich überzeugt bin, dass der richtig zusammengestellt ist.“ Der Stahlstadtklub ist sich umgekehrt sicher, dass mit dem „Duke“ der richtige Mann ans Ruder geholt wurde.

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