Erste Liga | 29. Runde | Linzer Stadion | 1.300 Zuschauer
FC BW Linz
0:3
(0:2)
Austria Lustenau

Austria Lustenau entführt drei Punkte

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 13.04.2012 um 20:17 | Foto: Bernd Speta

In einer insgesamt wenig aufregenden Partie mussten sich die Blau Weißen zu Hause mit 0:3 gegen Austria Lustenau geschlagen geben.

Die Blau Weißen gingen dank des 4:2 Erfolges gegen Hartberg gestärkt an die Aufgabe Austria Lustenau heran, mussten allerdings einige wichtige Spieler vorgeben. Marco Koll fehlte gelbgesperrt, Manuel Hartl verletzte sich im Training und zu guter Letzt erwischte es dann auch noch unsere Nummer 1, David Wimleitner, beim Aufwärmen. Eine Rückenverletzung  (eingeklemmter Nerv) machte einen Einsatz unmöglich.

Die Gäste aus Lustenau sind das Team der Stunde und mit genau dieser breiten Brust sind sie auch eingelaufen. Der Start konnte besser nicht sein aus Sicht der Vorarlberger! In der siebten Minute bediente Krajic seinen Kollegen Piere Boya im Sturm ideal. Der lief alleingelassen auf Daniel Bartosch zu und verwertete eiskalt. Das Tor hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack – die TV-Bilder zeigten ein Abseits!

Die Linzer steckten den frühen Gegentreffer aber gut weg und versuchten mit Fortdauer mehr Sicherheit ins Spiel zu bringen. Das gelang phasenweise auch gut, ohne aber wirklich gefährlich geworden zu sein. Auch nach 25 Minuten das gleiche Bild. Blau Weiß in der Offensive harmlos – Lustenau stand geschickt, ließ nichts zu und war meistens nur aus Standards gefährlich. So in der 26. Minute, als Pöllhuber eine Boller-Ecke nur knapp über das Gehäuse köpfte.

Ein schwerer Fehler im Mittelfeld führte in der 35. Minute zum 2:0 für die Austria. Boyer nahm das Geschenk an und ging unbedrängt durch die Mitte, legte rechts hinaus auf Boller, der stoppte ab, spielte den Ball in den Rücken der Verteidigung, wo dann Boyer seinen zweiten Treffer, in gewohnt sicherer Manier, markierte.

Praktisch im Gegenzug fanden die Königsblauen die beste Möglichkeit vor. Ein herrliches Solo von Zaubermaus Nikolov wurde aber nicht mit dem Anschlusstreffer belohnt. Der Bulgare scheiterte nur knapp, nachdem er die gesamte Verteidigung im Alleingang vernascht hatte.

Bis zur Pause passierte nichts mehr und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs agierten beide Teams sehr verhalten. Auch nach einer Stunde das gleiche Bild. Die Linzer kamen einfach nicht in des Gegners Strafraum und so waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Die ständigen Fehlpassorgien stimmten die 1300 Besucher nicht gnädig und so gab es vereinzelt Pfiffe aus den Reihen.

20 Minuten vor Ende hatten die Königsblauen dann eine der wenigen guten Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer! Poljanec steckte ideal auf Arapovic durch, dessen Stanglpass aber noch im letzten Moment zur Ecke abgeblockt werden konnte. Trainer Thomas Weissenböck versucht es in den verbleibenden 15 Minuten noch mit einem Dreifachwechsel. Tenesor, Michi Guselbauer und Harun Sulimani sorgten zwar nochmals für leichten Aufwind – Zählbares kam aber nicht mehr heraus und so sorgten die Gäste aus dem Ländle in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt. Der eingewechselte Thiago nahm sich aus gut 25 Metern ein Herz und wurde mit dem 3:0 belohnt.

Unter dem Strich ein sehr dürftiger Auftritt vor heimischem Publikum. Die Gedanken galten aber mit Sicherheit schon dem anstehendem Derby am kommenden Montag, wo dann wieder eine ganz andere Blau Weiße Mannschaft zu bestaunen sein wird.

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BW Linz vs. A. Lustenau

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