ÖFB-Cup | 1. Runde | Donauparkstadion | 1.149 Zuschauer
FC BW Linz
5:6
(1:1)
Wacker Innsbruck

BW verliert Cupfight unglücklich

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 17.07.2015 um 18:50

Nach einem unglaublichen Fight und einer bärenstarken Leistung mussten sich die Blau Weißen erst im Elferschießen dem Favoriten aus Innsbruck geschlagen geben.

Erstes Pflichtspiel für den FC Blau Weiß Linz der Saison 2015/16. In der ersten ÖFB-Cuprunde empfingen die Königsblauen vor eigenem Publikum Traditionsverein Wacker Innsbruck, jenem Verein, der sich erst in der letzten Runde der abgelaufenen Meisterschaft den Klassenerhalt in der Ersten Liga sichern konnte.

Die Königsblauen gingen mit viel Demut in die Partie, aber durchaus mit dem Wissen, dem Gegner ebenbürtig sein zu können. Die Anfangsphase dann eigentlich wie erwartet. Der Favorit aus Tirol begann die Partie mit viel Tempo und ging auf das frühe Tor, doch die Blau Weißen hatten da definitiv etwas dagegen. In der sechsten Minute fischte Binder einen Pichlmann-Schuss mit einem tollen Reflex von der Linie. Je länger die Partie dauerte, umso besser fanden die Linzer auch hinein und es gelang zunehmend die Grün-Schwarzen aus dem Konzept zu bringen.

In der 20. Minute dann auch tatsächlich die Führung für die Stahlstädter. Neuzugang Sinisa „Sigi“ Markovic baute einen Freistoß unhaltbar in die linke untere Ecke ein. Der Jubel bei den rund 1.200 Fans im ausverkauften Linzer Donaupark war riesengroß und die Spieler bedankten sich bei ihren Fans mit Powerfußball vom Feinsten. Wenig später zwang Otubanjo Keeper Weiskopf zu einer Heldentat. Wacker Innsbruck wirkte über weite Strecken ratlos, erfing sich erst wenige Minuten vor dem Pausenpfiff wieder und machte da tatsächlich noch den Ausgleich. Nach einer Ecke war es Deutschmann, der per Kopf zum 1:1 einnickte.

Die Halbzeitpause kam dann allen Beteiligten sehr gelegen. Die drückende Hitze über dem Donaupark machte sich deutlich bemerkbar. Die zweiten 45 Minuten eröffneten ähnlich, wie auch die ersten. Innsbruck mit mehr Dominanz und Zielstrebigkeit in Richtung Tor. In der 49. Minute war es Säumel, der im „Eins gegen Eins“ von Binder geschickt abgedrängt wurde und dann aus spitzem Winkel nur ganz knapp verfehlte. Doch die Linzer waren schnell wieder präsent und hatten auch ihre Möglichkeiten. Nach einer Vaschauner-Flanke übernahm Abraham per Dropkick, den der gegnerische Schlussmann nur mit Mühe entschärfen konnte und Weiskopf hatte auch in der 55. Minute Gelegenheit dazu, als er im letzten Moment gegen Otubanjo zur Stelle war.

Je länger die Partie dauerte, umso weniger hatten die Innsbrucker zu bieten. Ratlose Gesichter beim Favoriten und die Blau Weißen suchten die Entscheidung. Ein Hammer von Krennmayr in der 70. Minute verfehlte das Ziel nur um Haaresbreite. Das Goldtor wollte aber nicht mehr gelingen und so musste die Partie in die Verlängerung, die mittlerweile an Dramatik kaum mehr zu überbieten war. Ein echter Pokalfight durch und durch! Die gesamte Spielzeit der Verlängerung ein Hin und Her beider Teams, mit offenem Visier. Ein Klassenunterschied war keinesfalls zu bemerken und da auch die Verlängerung torlos endete, musste am Ende das ungeliebte Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Dieses begann mit Vorteil Blau Weiß, da Säumel am starken Binder scheiterte. Rass, Micic und Krennmayr machten ihre Hausaufgaben, ehe Freitag zum Punkt ging. Binder parierte ein weiteres Mal, doch er hatte die Rechnung ohne Schiedsrichter Eisner gemacht, der wiederholen ließ. Im zweiten Anlauf verwandelte Freitag und das Schicksal nahm seinen Lauf. Am Ende scheiterte Kelmendi und Wacker Innsbruck gewann die Partie mit 6:5 im Elfmeterschießen.

Die Enttäuschung im Hexenkessel namens Donaupark dauerte aber nur gefühlte 10 Sekunden. Dann waren sich wieder alle bewusst, welch großartige Leistung unsere Mannschaft heute gebracht hat. Eine Mannschaft mit enormer Power, unbändigem Willen und einer tollen spielerischen Note. Kurzum eine Mannschaft, mit der wir alle noch viel Freude haben werden.

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BW Linz vs. Innsbruck

Das Spiel wurde präsentiert von:

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