2. Liga | 5. Runde | Gernot Langes Stadion | 1.000 Zuschauer
WSG Wattens
1:0
(0:0)
FC BW Linz

Die Festung Wattens bleibt uneinnehmbar

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 24.08.2018 um 18:01 | Foto: Bernd Speta

Der Stahlstadtklub musste sich abermals gegen Wattens geschlagen geben. Unsere Jungs hätten sich diesmal aber zumindest einen Punkt verdient. Es fehlte letztendlich das Quäntchen Glück zum Erfolg.

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Amstetten ging es in der fünften Runde der 2. Liga für die Königsblauen in den Westen nach Wattens zur dortigen Werkssportgemeinschaft. Der Tabellensechste, welcher als einer der Meisterschaftsaspiranten gehandelt wird, wies nach vier Runden zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage auf. Trainer Thomas Sageder musste kurzfristig auf den Verletzten Bernhard Janeczek verzichten. Lukas Tursch begann in der Innenverteidigung und Markus Blutsch rutschte dafür neu in die Startelf.

Bei teils heftigem Regen entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch im Gernot Langes Stadion. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, spielten mit offenem Visier. Die Königsblauen vertrauten anfangs wieder auf lange Bälle, welcher der Wattener Defensive um Neuzugang Andreas Dober aber wenig Probleme machten. Die beste Gelegenheit hatten die Blau-Weißen in der 14. Minute, als sich Neurauter nach einem solchen weiten Ball von Alan verschätzte, Fröschl alleine vor Oswald auftauchte, diesen aber nicht überwinden konnte.

In weiterer Folge viel Kampf im Mittelfeld! Wattens-Coach Silberberger musste nach rund einer halben Stunde einen ersten ungeplanten Wechsel vollziehen. Kovacec verletzte sich nach einem der vielen Zweikämpfe mit Hartl und musste raus. Wenige Augenblicke später dann die große Möglichkeit für die WSG nach einer Hereingabe von der linken Seite – Yeboah kam da einen Augenblick zu spät.

Kurz vor der Pause musste dann auch Trainer Sageder einen verletzungsbedingten Tausch vollziehen. Thomas Fröschl musste runter und das war die Chance für Florian Templ, um auf sich aufmerksam zu machen. Torlos ging die Partie dann auch in die Pause, wo sich die Linzer neu sammelten. Der zweite Durchgang deutlich besser – anstelle der langen Bälle wurde mehr auf Kombinationsfußball gesetzt und das zahlte sich schnell aus. In der 54. Minute war es Alan, der nach wunderbarer Vorarbeit von Blutsch und Grasegger nur knapp scheiterte. Auch in den Minuten nach klopfte Alan immer wieder gefährlich beim Tiroler Keeper an.

Nur wenige Minuten später dann aber auch eine gute Chance für Wattens. Der von Juventus ausgeliehene Daniel Yeboah, ständiger Unruheherd im Offensivspiel der Tiroler, kam nach Hereingabe von Pranter nur um Haaresbreite zu spät. Dann die 62. Minute! Zuerst klärt Oswald mit einer starken Parade gegen Alan zur Ecke, welche dann ebenfalls für große Aufregung sorgte. Grasegger traf aus dem Getümmel im Strafraum nur die Latte. Es wollte nicht sein, der Treffer wollte einfach nicht gelingen, die Linzer in dieser Phase spielerisch klar überlegen.

Erst in den letzten 20 Minuten gelang es denn Hausherren wieder das Spiel ausgeglichen zu gestalten und dann brachte Silberberger seinen Joker, Blau-Weiß-Schreck Jurdik. Sieben Tore in acht Spielen gegen unsere Mannschaft – das war eine Ansage und die Tiroler machten ernst. Das Übergewicht wurde von Minute zu Minute größer, die Linzer schafften es nicht mehr sich zu befreien und dann war es tatsächlich passiert. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung war Jurdik in der 82. Minute zur Stelle und entschied diese Partie zu Gunsten seiner Mannschaft. 

Nicht zu fassen, die Königsblauen können gegen Wattens einfach nicht gewinnen. In den letzten neun Partien gab es keinen vollen Erfolg und nach den drei Siegen zum Meisterschaftsauftakt musste man nun die zweite Niederlage im Lager der Königsblauen zur Kenntnis nehmen.

MATCHCENTER
Wattens vs. BW Linz

Weitere Spiele der 5. Runde

Liefering - KSV 0:0
Amstetten - Ried 1:1
Young Violets - Lafnitz 1:3
Horn - Vorwärts 1:2
FAC - A. Lustenau 1:1
Innsbruck - Wiener Neustadt 1:3
FC Juniors OÖ - A. Klagenfurt 2:1