ÖFB-Cup | 2. Runde | Ertl Glas Stadion | 1.400 Zuschauer
SKU Amstetten
4:1
(0:1)
FC BW Linz

Dramatischer Pokalfight gegen Amstetten

von Wolfgang & Ernst Hötzenegger am 24.09.2019 um 18:39 | Foto: Bernd Speta

Bis in die 94. Minute sind die Königsblauen mit 1:0 in Führung, bringen den Sieg aber nicht ins Ziel.

Zweite Runde im ÖFB Cup und die Blau-Weißen gastierten bei Ligarivale SKU Amstetten. Beide Teams nahmen ihre erste Cuphürde relativ locker und wollten auch die zweite überspringen, um dann einen echten Kracher zugelost zu bekommen. In der abgelaufenen Saison musste sich unsere Mannschaft in beiden Ligaduellen mit den Niederösterreichern geschlagen geben und diese Serie sollte heute ein Ende finden.

Trainer Goran Djuricin musste auf die verletzten Brandner, Pomer und Schubert verzichten. Weiters bekam Nicolas Schmid im Tor seine Chance und Neuzugang Jelisic rückte für Mitrovic in den Kader.

Zahlreich mitgereiste Fans aus Linz ließen eine echte Heimspielatmosphäre aufkommen und sahen eine intensive Anfangsphase. Beide Teams suchten bedingungslos und mit teils enormem Pressing den Weg nach vorne. Die erste gute Möglichkeit fanden die Hausherren nach acht Minuten vor, als Dirnberger nach einer Ecke per Kopf nur knapp am langen Eck scheiterte.

Über weite Strecken der ersten Halbzeit präsentierte sich ein offener Schlagabtausch mit spielerischen Vorteilen für die Linzer, doch Amstetten blieb über ein schnelles Umschaltspiel stets gefährlich – Torraumszenen waren aber kaum zu notieren.

Nach 22 Minuten musste unser Trainer reagieren. Für den angeschlagenen Grasegger kam Dombaxi in die Partie und der fügte sich sofort in das intensive Spiel ein, wo die Linzer in der 33. Minute beinahe in Führungen gingen. Nach einem großartigen Abschlag von Schmid ging Fröschl auf und davon – scheiterte dann aber im Abschluss nur um Haaresbreite.

Wenige Minuten später erneut die Blau-Weißen gefährlich im Vormarsch und als Filip, nach Vorarbeit von Surdanovic, vor Keeper Dennis Verwüster auftauchte, konnte sich der nur mit einem Foul helfen. Schiedsrichter Altmann zögerte keine Sekunde und deutete auf den Punkt. Martin Kreuzriegler ließ sich die Chance nicht nehmen und traf eiskalt zur 1:0 Führung.

Für die Elf von Jochen Fallmann kam der Pausenpfiff keine Sekunde zu früh – die Stahlstädter waren drauf und dran, noch vor der Pause nachzulegen. So ging die Partie mit dem knappen 1:0 in die Kabinen und auch nach Wiederanpfiff ein unverändertes Bild. Viel Intensität auf dem Platz und mit Fortdauer wurde die Partie auch ruppiger. In der 58. Minute konnte sich Schmid nach einer Unaufmerksamkeit seiner Vorderleute gegen Peham mit einer tollen Parade auszeichnen.

Je länger die Partie dauerte, umso offensiver wurden die Hausherren und als in der 70. Minute Daniel Maderner eingewechselt wurde, wusste noch keiner welche Wendung dieser Cup-Fight unter seiner Mithilfe noch nehmen würde. Die Linzer Defensive hatte im Grunde alles im Griff und konnte die Angriffe der Fallmann-Elf immer wieder bändigen. Im Konter wäre die Entscheidung drinnen gewesen, doch die Vorstöße wurden allesamt nicht sauber zu Ende gespielt.

Die Partie war bereits in der vierten und letzten Minute der Nachspielzeit, als es noch einmal zu einer Strafraumszene kam. Der eingewechselte Sylla ging intensiv in den Zweikampf und Schiri Altmann zeigte tatsächlich auf den Punkt. Sylla hatte sich zuvor schon die Gelbe Karte geholt und musste nach wenigen Minuten schon wieder vom Feld. Daniel Maderner ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen und traf zum 1:1 Ausgleich – die Partie ging in die Verlängerung – Wahnsinn!

Die Königsblauen in numerischer Unterzahl und sichtlich bedient – Amstetten dagegen mit der Gunst der Stunde und einem losgelösten Daniel Maderner. Gemicibasi kam in der 95. Minute im Strafraum gegen Peham zu spät und es gab erneut Elfmeter. Wieder Maderner souverän und es stand 2:1. Amstetten drückte weiter und die Königsblauen hatten keine Antwort mehr. 1.400 Zuschauer in Amstetten peitschten ihre Mannschaft nach vorne und die hatte noch einen. In der 103. Minute ware es erneut Maderner - er schnürte seinen Dripplepack!. Den Schlusspunkt setzte Peham in der 105. Minute zum 4:1.

Eine unfassar bittere Niederlage! Unsere Mannschaft war nur einen Augenblick von der Ziellinie entfernt und fäht am Ende mit leeren Händen nach Linz. 

MATCHCENTER
Amstetten vs. BW Linz