Kein Ansuchen um Bundesliga-Lizenz

von FC Blau-Weiß Linz am 26.10.2018 um 11:34 | Foto: FC Blau-Weiß Linz

Der FC Blau-Weiß Linz wird nicht um die Bundesliga-Lizenz ansuchen. Mannschaft und Mitglieder wurden darüber bereits am Donnerstag informiert.

Es war alles andere als eine leichte Entscheidung für den Vorstand des FC Blau-Weiß Linz, doch nach sorgfältiger Analyse kam man zum Entschluss, dass zum aktuellen Zeitpunkt ein Ansuchen um die Bundesliga-Lizenz finanziell ein zu hohes Riskio darstellen würde, welches man schlichtweg nicht eingehen möchte. "Wir tragen Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Fans, Sponsoren und Partnern. Es wäre grob fahrlässig, wenn wir uns jetzt durch den sportlichen Erfolg von Emotionen leiten lassen und dadurch vielleicht die Existenz des Vereines auf das Spiel setzen", so Präsident Walter Niedermayr, der erst letztes Jahr im Sommer die Nachfolge von Langzeit-Präsident Hermann Schellmann antrat.

Mit einem neuen Vorstandsteam wurde mit der Agenda 2027 ein langfristiges Konzept ausgearbeitet, um den FC Blau-Weiß Linz erstklassig zu machen. In diesem Konzept ist vorgesehen, dass man sich in den nächsten vier Jahren in der 2. Liga konsolidiert, Schritt für Schritt professionelle Strukturen im sportlichen und organisatorischen Bereich aufbaut. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass finanzielle Mittel aufgetrieben werden und das Budget deutlich erhöht werden muss, um ganz oben mitzuspielen. "Wir benötigen noch Zeit, streben ein stetiges und gesundes Wachstum an", sagt Niedermayr.

Dass die Mannschaft in dieser Saison ganz oben mitmischt, ist nach den vergangenen beiden Saisonen, wo man auschließlich im Abstiegskampf steckte, besonders erfreulich. Dennoch weist Sport-Vorstand David Wimleitner daraufhin, dass ein Aufstieg auch aus sportlicher Sicht für den Verein zum aktuellen Zeitpunkt keineswegs sinnvoll wäre: "Wer mich kennt, weiß, dass ich immer gewinnen will und hier angetreten bin, um den Klub in die Bundesliga zu führen. Wir sind zwar auf einem guten Weg, entwickeln uns weiter, haben aber auch im sportlichen Bereich vom Nachwuchs bis zum Profiteam noch viele Hausaufgaben zu erledigen. Ein möglicher Aufstieg käme für den Verein zu früh."

Am Donnerstag wurden die Mannschaft und Mitglieder darüber informiert. "Wir hatten natürlich kein gutes Gefühl, diese unpopuläre Nachricht mitzuteilen. Erfreulich war dann doch, dass die Mannschaft nicht die Köpfe hängen ließ und uns vor allem die Mitglieder viel Verständnis für diese Entscheidung entgegenbrachten", gibt sich Niedermayr erleichtert.