Trainer Gogo Djuricin im Talk

von Wolfgang Hötzenegger am 25.09.2019 um 09:44 | Foto: Bernd Speta

Zwei Mal viel investiert, zwei Mal steht unsere Mannschaft am Ende mit leeren Händen da. Wie unser Trainer diese intensive Woche beurteilt und wie es weitergeht, lest ihr hier.

Es war eine unglaublich intensive Woche für unsere Mannschaft, mit vielen positiven Momenten, doch leider am Ende mit unbefriedigenden Ergebnissen. Unser Trainer, Gogo Djuricin, stand uns nach dem bitteren Cup-Aus gegen Amstetten Rede und Antwort!

Trainer, wie bewertest du die letzten Tage und zu Beginn die Partie in Lustenau?

"Ja, wir sind mit voller Euphorie in den Bus gestiegen und hatten uns nach dem Ausrufezeichen im Derby sehr viel vorgenommen - wussten allerdings, dass Lustenau durch den Trainerwechsel mit viel Rückenwind auf den Platz kommen wird. Die ersten 20 Minuten haben auch dem Gegner gehört und erst in weiterer Folge sind wir besser rein gekommen. Nach dem 1:1 waren wir am Drücker, haben vieles auf unserer Seite, bekommen ein katastrophales Gegentor und bringen uns damit wieder selbst aus dem Konzept. Zweite Halbzeit gehört dann komplett uns - wir drücken den Gegner 45 Minuten rein und machen eben die Tore nicht. Schlussendlich sitzt du im Bus mit leeren Händen und das tut weh!"

Welche positiven Dinge sind es, die wir aus Lustenau mitnehmen konnten?

"Auf jeden Fall, dass wir dem Gegner körperlich total überlegen waren. Lustenau war nach 70 Minuten platt und wir konnten da immer noch zulegen. Unsere Mentalität war großartig, doch wir müssen es dann einfach auch erzwingen. Der Ball springt halt momentan von der Stange zurück und nicht ins Tor. Wir werden weiter an unserer Effizienz arbeiten, aber auch daran, dass es nicht zu solchen Individualfehlern wie zum 1:0 für Lustenau kommt."

Nach einer wahrscheinlich kurzen Nacht  - wie fällt dein Resümee zum gestrigen Ausscheiden aus dem ÖFB Cup in Amstetten aus?

"Fußball kann richtig grausam sein und ich muss ehrlich sagen, so schlimm habe ich es noch ganz selten erlebt. Die Jungs gehen richtig heiß auf den Platz, setzen den Matchplan mit frischen Impulsen in der Startelf fast perfekt um. Wir sind 93 Minuten die klar bessere Mannschaft und belohnen uns dann auch vor der Pause. Die Partie müssen wir nach Hause fahren, da gibt es keine Diskussion - normal sitzt du im Bus und feierst, aber wir finden uns nach einem zu ungestümen Zweikampf auf einmal in der Verlängerung wieder und noch dazu mit einem Mann weniger. Dort treffen wir dann auf einmal wieder eine falsche Entscheidung - anstatt den Ball abzulaufen gibt es Foul und Elfmeter. Nach dem 2:1 Rückstand mussten wir natürlich komplett aufmachen und das wir dann mit einem Mann weniger noch zwei Treffer bekommen - ok, das kann passieren. Jedenfalls haben wir uns heute selbst darum gebracht, in die nächste Runde einzuziehen und natürlich tut das auch wirtschaftlich weh."

Dein Fazit nach dieser intensiven Woche?

"Wir haben sehr viel Positives gesehen, aber auch viele dumme Fehler. Wir sind nah dran, belohnen uns aber zu selten. Es ist jetzt wichtig, dass wir weiter an uns glauben und uns nicht aus der Bahn werfen lassen - dafür gibt es keinen Grund. Die Jungs brauchen Zeit, das haben wir gewusst und solche Phasen müssen wir jetzt meistern. Ich möchte mich an dieser Stelle auch - stellvertretend für unsere gesamten Staff - bei unseren sensationellen Fans bedanken. Alleine die Stimmung gestern in Amstetten war wieder großartig. Ich bin mir sicher, wir können bald wieder etwas zurückzahlen."

Wie schauen die nächsten Tage aus?

"Wir gehen heute Vormittag in ein intensives Videostudium und werden knallhart analysieren. Morgen haben die Jungs einen freien Tag, um die Köpfe freizubekommen und ab Freitag geht die intensive Vorbereitung auf das Derby gegen Ried am Sonntag los."