Es war die Mentalität

von Wolfgang Hötzenegger am 05.10.2019 um 09:00 | Foto: Bernd Speta

Tino Wawra blickt noch einmal auf den Fight gegen Horn zurück und ist angetan von der Mentalität unserer Jungs!

Ein regnerischer Sonntag in Linz, der Herbst ist ins Land gezogen. Tino Wawra blickt zufrieden aus seinem Büro auf der Gugl hinunter auf den Trainingsplatz und analysiert für uns noch einmal die dramatische, die packende Partie vom vergangenen Freitag gegen den SV Horn!

Nach drei schmerzlichen Niederlagen war die "Mission Waldviertel" alles andere als einfach. Die Elf um Top-Torjäger Ercan Kara wollte sich auch nach zuletzt zwei Negativerlebnissen vor eigenem Publikum wieder rehabilitieren. "Wir sind anfangs überhaupt nicht in die Partie gekommen und warten total lethargisch - wie wenn wir noch im Bus sitzen würden. Der Gegner hat uns phasenweise enorm hineingedrückt und ging dann auch verdient in Führung", zeigte sich unser Sportdirektor alles andere als zufrieden mit der Anfangsphase.

Doch unsere Jungs fanden den Schalter und konnten zulegen - auch dank unser großartigen Fans, die einmal mehr von der ersten bis zur letzten Minute VOLLGAS gegeben haben. "Ich muss sagen, das war mit Sicherheit auch ein wenig mitentscheidend, wie uns unsere Fans von außen gepusht haben. Da gab es keine Pfiffe nach der Anfangsphase und nach zuletzt drei Niederlagen - da gab es nur bedingungslosen Support und die Mannschaft hat das dann auch zurückgezahlt."

Der 1:1 Ausgleich von Oliver Filip war dann ein weiterer Impuls! "Wir haben gewusst, dass Horn defensiv nicht sattelfest ist und dieser Treffer aus unserer ersten echten Chance hat uns noch einmal beflügelt und zurück auf die Siegerstraße gebracht. Das 2:1 durch Schubert mit dem Pausenpfiff war für den Gegner ein Schock und hat uns in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit sahen wir im Grunde ein ähnliches Bild. Horn begann extrem stark und da waren wir wieder überhaupt nicht am Mann. Wir haben diesem Druck aber standgehalten und schlagen eiskalt durch Kreuzriegler und Fröschl zurück." 

"Spielerisch konnten wir mit dem Auftritt unter dem Strich nicht zufrieden sein - vielmehr war es unsere Mentalität, die uns diese wichtigen drei Punkte eingebracht hat. Trotzdem gab es eine Reihe von positiven Aspekten. Spieler wie Oliver Filip und Fabian Schubert haben körperlich einen großen Schritt gemacht und konnten wieder überzeugen - oder unsere Ersatzbank, die uns viele Möglichkeiten lässt. Egal wen wir da bringen, wir fallen keinesfalls ab, sondern können uns steigern und das ist schon ein großer Trumpf wenn man bedenkt, dass wir de facto die gesamte Saison Brandner und Janeczek bislang überhaupt vorgeben mussten."

Die kommende Länderspielpause wird unter anderem dafür genutzt, um jene Spieler, die noch körperlichen Rückstand haben, in diesem Bereich weiter nach vorne zu bringen. Bernhard Janeczek soll im Testspiel gegen St. Pölten sein Comeback in der ersten Mannschaft geben. Philipp Pomer muss sich dagegen noch gedulden. Er wird die kommende Woche noch pausieren und dann stand heute in der zweiten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.