Sanierungsvorstand gewählt

von Wolfgang Hötzenegger am 19.12.2019 um 09:32 | Foto: Bernd Speta

Im Rahmen der gestrigen Mitgliederversammlung wurden die Weichen gestellt, um das Weiterbestehen des FC Blau-Weiß Linz zu sichern.

Mit sehr viel Spannung wurde die gestrige Mitgliederversammlung des FC Blau-Weiß Linz erwartet und das Interesse war dann auch dementsprechend groß, als sich um 18:00 Uhr die Tore in die VIP-Räumlichkeiten des Linzer Stadions öffneten. 

Die zahlreich anwesenden Mitglieder wurden gleich zu Beginn von Stefan Reiter anhand eines Kassasturzes über den Status Quo in Sachen Finanzen informiert. Um den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison, also bis zum 30.06.2020 aufrechterhalten zu können, muss in jedem Fall eine Summe in der Größenordnung von € 800.000,- aufgestellt werden.

Mag. Peter Vogl, welcher vom Verein das Mandat erhalten hat, den Club in dieser turbulenten Zeit juristisch zu beraten, skizzierte im weiteren Verlauf der Versammlung mögliche Szenarien, um ein Weiterbestehen des Vereins und damit auch eine unkontrollierte Insolvenz verhindern zu können.

Um den FC Blau-Weiß Linz weiter im Profifußball behalten zu können ist es ganz wesentlich, die oben genannte Summe in den nächsten Wochen sicherzustellen. Gelingt das nicht, wird der Verein einer Reamateurisierung unterzogen, was nichts anderes bedeutet, als dass die laufende Saison mit Amateurspielern zu Ende gespielt wird und man automatisch am Ende der Saison, aufgrund der Lizenzbestimmungen der Bundesliga, auf den letzten Tabellenplatz gereiht wird. Ein Fortbestehen in der Regionalliga Mitte wäre damit aber gesichert.

Nach den Ausführungen von Stefan Reiter und Mag. Peter Vogl wurde wie bereits im Vorfeld angekündigt der Rücktritt des gesamten Vorstandes zur Kenntnis genommen und mit Manuel Wellmann und Sargon Mikhaeel ein Sanierungsvorstand von den Mitgliedern gewählt, welcher sich nun intensiv in den kommenden Tagen um das Weiterbestehen des Vereins einsetzen wird.