Ronny Brunmayr im ersten Interview

von Wolfgang Hötzenegger am 17.01.2020 um 13:05 | Foto: Bernd Speta

Der erste Talk mit unserem neuen Cheftrainer, über Ziele, Qualität und einer prägenden Erfolgsgeschichte!

Am vergangenen Mittwochnachmittag war die Tinte trocken und der FC Blau-Weiß Linz konnte mit seinem Wunschtrainer Ronny Brunmayr Einigung über eine Zusammenarbeit als Cheftrainer erzielen. Zwei Tage sind mittlerweile vergangen und der ehemalige Torjäger hat schon richtig Feuer gefangen. Zwischen zwei Trainingseinheiten stand uns unser neuer Cheftrainer Rede und Antwort, über die ersten 48 Stunden bei Blau-Weiß und darüber hinaus!

Ronny, Danke vorweg für deine Zeit und die erste Frage soll gleich darauf abzielen, wie sich der Wechsel zum FC Blau-Weiß Linz zugetragen hat:

„Nach dem 18. Dezember und der Mitgliederversammlung hat man gesehen, dass es wieder in eine richtige Richtung geht und kurz darauf hat sich Tino Wawra dann bei mir auch gemeldet. Rein sportlich gesehen war für mich sofort klar, dass ich mich dieser Aufgabe stellen will – doch aufgrund meiner Vertragssituation und der Tatsache, dass in dieser Zeit auch viele Leute auf Urlaub waren hat sich der Abschluss dann etwas in die Länge gezogen. Ich bin froh und dankbar zugleich, dass ich diese große Chance bekommen habe.“

Wie waren deine ersten Tage in Linz?

"Es macht mir richtig Spaß bei diesem Verein, der mit so viel Tradition behaftet ist, arbeiten zu dürfen. Von Stunde Eins weg ist es eine coole Zeit und wir haben sehr viel vor. Mit dem gesamten Staff, der Organisation und Mannschaft ist sehr viel Gutes vorhanden – da macht die Arbeit richtig Spaß. Es ist alles ein wenig kleiner und die Wege sind kürzer als bei meiner vorherigen Station, aber es fehlt uns an rein gar nichts im Verein, um erfolgreichen Fußball zu spielen."

Wie bewertest du Qualität des Kaders?

„Tino Wawra und Goran Djuricin haben eine Mannschaft zusammengestellt, mit der man ganz sicher eine gute Rolle in der Liga spielen kann. Aus diversesten Gründen hat es mit dem Einfahren von Siegen nicht so geklappt und natürlich sind jetzt zu wenige Punkte am Konto. Ich muss aber ganz klar sagen, dass ich von diesem Kader und der Qualität absolut überzeugt bin und wir arbeiten seit zwei Tagen nun intensiv daran eine Idee zu entwickeln, wie wir Fußball spielen wollen. Das wollen wir auf den Platz bringen, erfolgreich sein und damit auch die vielen Fans die zweifellos mit diesem Klub verbunden sind, wieder ins Stadion zu bringen.“

Welche Wahrnehmung hattest du von Blau-Weiß während deiner vorherigen Tätigkeiten?

"Ich habe Blau-Weiß natürlich immer mit einem Auge verfolgt, war es doch auch meine erste Profistation unter dem damaligen FC Linz. In meinem ersten Trainerjahr in der Regionalliga – Trainer Willi Wahlmüller hat damals den Aufstieg erreicht – haben sich die Wege dann wieder gekreuzt.  Ich meine, der Klub war grundsätzlich immer auf dem richtigen Weg, doch in der mittlerweile irrsinnig schellen Zeit wirst du auch im Fußball immer wieder eingeholt und musst dich weiterentwickeln.“

Was sind deine Ziele bis zum 24.05.2020?

"Wir wollen uns konsolidieren und so schnell wie möglich auf die Siegerstraße zurückkehren. Wir treten an, um einen Fußball zu spielen, mit dem wir am Ende als Sieger vom Platz gehen. Die Liga ist sehr, sehr eng – jeder kann jeden schlagen und das wird uns dazu bringen, dass wir jeden Tag an die Leistungsgrenze gehen müssen."

Wie siehst du die Konstellation gemeinsam mit Stefan Reiter und Tino Wawra?

"Das kannst du dir eigentlich gar nicht besser wünschen. Mit Stefan Reiter verbindet mich eigentlich sogar ein für mich sehr unangenehmes Erlebnis. Es war damals die Relegation im Jahr 1994 gegen die SV Ried, welche wir leider nicht gewinnen konnten – da habe ich Stefan Reiter zum ersten Mal kennengelernt. Tino kenne ich seit 1998 und während meiner Tätigkeit als Trainer in der AKA Linz hatten wir sehr viel mitsammen zu tun, als er noch als Spielerberater tätig war."

"Ich wünsche mir, dass aus dieser Konstellation eine prägende Erfolgsgeschichte für den FC Blau-Weiß Linz wird", beendet Ronny Brunmayr das Interview mit einem Lächeln auf den Lippen und viel Feuer in den Augen. GEMAS AN!!!