Lage in der 2. Liga weiter unklar

von Wolfgang Hötzenegger am 24.04.2020 um 16:54 | Foto: FC Blau-Weiß Linz

Weiter warten heißt es für alle Beteiligten in der 2. Liga. Auch die heutige Klubkonferenz brachte kein konkretes Ergebnis.

Auch die heutige Klubkonferenz hat kein konkretes Ergebnis über den weiteren Verlauf in der HPYBET 2. Liga gebracht. Geschäftsführer Stefan Reiter fasste die heutige Sitzung folgendermaßen zusammen:

"Wir wurden in der heutigen Sitzung von Bundesliga-Vorstand Christian Ebenhofer über den momentanen Status Quo der 2. Liga betreffend informiert. Fakt ist, dass es für uns auch weiterhin, im Gegensatz zur Bundesliga, keine Möglichkeit gibt, ein Kleingruppentraining abzuhalten. Ich halte fest, dass wir als Verein sehr daran interessiert sind, unseren Spielern die sportliche Betätigung inkl. Trainings so schnell als möglich wieder bieten zu können. Dieses Szenario ist aber, was die kommenden Wochen angeht, sehr unrealistisch."

"In Hinblick auf eventuelle Geisterspiele kann ich mitteilen, dass die Mehrheit der Vereine der 2. Liga diesem Szenario negativ gegenüberstehen und Richtung Abbruch der Meisterschaft tendieren. Die Gründe sind neben den gesundheitlichen Bedenken, vor allem auch wirtschaftliche Probleme, die auf ca. 80% der Zweitligisten zukommen würden. Die Vereine der 2. Liga sind bereits letzte Woche von der Bundesliga beauftragt worden, ein "Crashszenario" zu zeichnen. Das heißt konkret - jeder Verein musste erheben, was aus wirtschaftlicher Sicht ein sofortiger Ligaabbruch, gegenübergestellt mit den Gesamtkosten einer Fortführung mit Geisterspielen, bedeuten würde. Kommt es zu einem Abbruch der Meisterschaft, würden keine zusätzlichen Kosten anfallen. Wird der Spielbetrieb allerdings weitergeführt, kommen auf die gesamte Liga Gesamkosten (inkl. Testungen, Personalkosten, etc.) in Höhe von rund € 4.000.000,- zu."

"Daraufhin wurde von einem Verein der Antrag gestellt, die Meisterschaft abzubrechen. Da dieser Antrag aber erst in der heutigen Klubkonferenz eingebacht wurde, mussten 2/3 der Verein zustimmen, dass dieser zugelassen und auch zur Abstimmung gebracht worden wäre. Der Zulassungsantrag hätte also elf Stimmen für eine Behandlung benötigt und da sich nur neun Vereine dafür ausgesprochen hatten, gab es dahingehend keine Mehrheit. Wäre dieser Antrag bereits im Vorfeld zugelassen worden, hätten diese neun Stimmen eine Mehrheit in Richtung Abbruch der Meisterschaft ergeben."

"Wir arbeiten alle im Verein sehr intensiv daran und haben auch die große Hoffnung, dass wir spätestens ab 01.09.2020 die neue Meisterschaft - MIT ZUSCHAUER - beginnen können."