Blau-Weiße Jungs INSIDE

von Wolfgang Hötzenegger am 20.05.2020 um 18:16 | Foto: Bernd Speta

Seit Anfang der Woche haben nun auch die Blau-Weißen Jungs das Training wieder aufgenommen. Ein Status Quo über unsere zweite Mannschaft.

Mitte März, Lockdown in Österreich und damit war auch bei den Blau-Weißen Jungs an kein Training und schon gar kein Spiel mehr zu denken. Es wurde fleißig improvisiert! Trainer Robert Bartosiewicz und Co-Trainer Jürgen Panis haben die Spieler mit speziell abgestimmten und wöchentlich wechselten Trainingsprogrammen ausgestattet.

Seit vergangenen Montag aber ist im Linzer Donauparkstadion nun endlich wieder Betrieb eingekehrt, auch wenn noch völlig anders als sonst. Wir haben das zum Anlass genommen und uns mit unserem sportlichen Leiter, Werner Mayer, unterhalten.

Werner Mayer über seine schöpferische Pause:

"Ich habe mir generell vom Fußball eine Auszeit genommen! Ich habe viel nachgedacht und reflektiert - das hat mir sehr gut getan und den Blick aufs Wesentliche wieder geschärft. Nun aber bin ich pünktlich zu unserem Trainingsauftakt, mit all meiner Kraft, wieder zurück an Board. Es war ein richtig gutes Gefühl am Montag wieder auf dem Trainingsplatz zu sein."

über den Trainingsauftakt am vergangenen Montag:

"Der Gesamteindruck der Mannschaft ist sehr gut. Die Jungs sind fit und bereit wieder in den Trainingsbetrieb, welcher den Spielern auf freiwilliger Basis angeboten wurde, einzusteigen. Die Freude eines jeden Einzelnen wieder auf dem Platz zu stehen war riesengroß. Da gilt ein großer Dank an unser Trainerteam, welches in dieser schwierigen und ungewissen Zeit die Mannschaft fit und vor allem auch motiviert gehalten hat."

"Es wurden jetzt, um den Vorschriften gerecht werden zu können, zwei Gruppen zu je zehn Spielern gebildet. Wir unterscheiden dabei in einem Offensiv- und einem Defensivblock. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren und um in einen entsprechenden Rhythmus zu kommen, werden wir das Pensum nur langsam steigern. Ziel ist es, dass wir dann in den nächsten Wochen auf vier Einheiten pro Spieler und Woche kommen. Der Fokus liegt momentan viel im technischen Bereich - da lassen sich Übungen und Vorgaben in Hinblick auf die Abstandsregeln gut vereinbaren."

über die Zukunft und die Kadersituation:

"Wir haben den Kader momentan mit sechs Spielern aus der eigenen U18 aufgefüllt. Tobias Messing und Philipp Ablinger trainieren bereits dauerhaft bei den Profis. Was die Planungen für die kommenden Monate bzw. die kommende Saison betrifft hängen wir aber noch ziemlich in der Luft. Da gibt es viele Fragen, die noch offen sind. Wir sind aber für jede Situation gut vorbereitet, soviel kann ich sagen. Ich werde die nächsten zwei bis drei Wochen jetzt nutzen um mit den Spielern Gespräche zu führen."

"Natürlich können wir es kaum erwarten, dass es zu Lockerungen kommt. Die derzeitige Situation ist so, dass die Spieler komplett verschwitzt umgehend nach dem Training nach Hause fahren. Schon die Öffnung der Kabinen bzw. der Duschen wäre ein Schritt nach vorne."