Der Nachwuchs im Blickpunkt

von Roland Spreitzer am 14.06.2020 um 20:10 | Foto: Philipp Greindl, Flap Photography

Kampfmannschaft und Blau-Weiße Jungs sind seit Wochen wieder aktiv. Wie sieht’s im Nachwuchs aus?

Der Corona-Virus machte den Freunden des runden Leders weltweit einen Strich durch die Rechnung. Meisterschaften wurden unterbrochen, die Europameisterschaft um ein Jahr verschoben, Stadionbesuche sind noch immer untersagt. Doch nicht nur nationale und internationale Bewerbe kamen zum Stillstand. Auch der Nachwuchsfußball wurde für viele Wochen vollkommen stillgelegt. Keine Spiele, kein Training.

Der Lockdown wurde just in jener Woche ausgerufen, als die ersten Meisterschaftsspiele stattfinden hätten sollen. Auf diesen Zeitpunkt wurde fleißig hintrainiert und die Vorfreude war groß. Doch es kam anders. Tatsächlich haben die Nachwuchsteams in dieser Frühjahrssaison kein einziges Meisterschaftsspiel in den Beinen. Die Enttäuschung darüber ist allerdings spätestens seit dem 18. Mai vorüber, den seit diesem Tag dürfen unsere Nachwuchsteams wieder trainieren. Und dies geschieht mit größter Leidenschaft.

„Wir haben uns an den Vorgaben und Empfehlungen des Fußballverbandes orientiert und ein entsprechendes Trainingskonzept ausgearbeitet. Trainiert wird in Kleingruppen unter Einhaltung des Abstandes und ohne Körperkontakt.“, umreißt Nachwuchsleiter Christian Hölzl die aktuellen Rahmenbedingungen. Auch ausreichende Desinfektion von Händen und Spielgerät, sowie klare Vorgaben für die Eltern, spielen im aktuellen Konzept eine wichtige Rolle. „Dem Spaß tut das sichtlich keinen Abbruch!“, freut sich Hölzl über die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten.

Peter Huliak, Trainer der U13A und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, beschreibt, wie er die Zeit während des Lockdowns ohne sein Team erlebt hat: „Als Trainer waren wir bemüht, mit der Mannschaft und den Eltern in virtuellem Kontakt zu bleiben. Dabei ging es nicht immer nur um Fußball, sondern auch einfach mal zu fragen ‚Wie geht’s euch?‘. Ich habe versucht, die Jungs daheim zu technischen Übungen zu motivieren und durch Challenges etwas Spielerisches reinzubringen.“

Bleibt zu hoffen, dass die blau-weißen Nachwuchsteams ihre Trainingsleistungen in der Herbstsaison wieder unter Wettkampfbedingungen auf den Platz bringen dürfen. Denn wie es mit dem Nachwuchs- und dem Amateurfußball insgesamt weitergeht, darüber herrscht noch Ungewissheit. Wir hoffen jedenfalls darauf, unseren jungen Talenten bald wieder von der Seitenlinie zurufen zu können „Auf geht’s, blau-weiße Jungs!“.