Yahya Genc im Interview

von Wolfgang Hötzenegger am 10.10.2011 um 16:46 | Foto: Bernd Speta

Als neuer Nachwuchskoordinator ist Yahya Genc nun seit über einem Monat bei den Blau Weißen im Amt. Zeit um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Mit Anfang September, also vor gut einem Monat, wurde mit Yahya Genc der neue Jugendkoordinator bei den Blau weißen vorgestellt. Was hat sich seither getan und wie geht es dem 37-jährigen bei seiner neuen Tätigkeit? Wie sieht diese aus und stecken echte Rohdiamanten in den Startlöchern? Im Gespräch mit Wolfgang Hötzenegger werden all diese Fragen ausführlichst beantwortet.

Nach gut einem Monat ist es Zeit für die erste Zwischenbilanz! Wie gefällt dir deine neue Tätigkeit als Jugendkoordinator?

Da ich beruflich derzeit nicht als Cheftrainer arbeiten kann, ist diese Aufgabe bei Blau Weiß Linz einfach perfekt für mich! Mir macht die Arbeit extrem viel Spaß. Sie ist reizvoll und arbeitsintensiv zugleich.

Konntest du dir schon einen Überblick über die Gesamtsituation machen?

Ja, das kann ich nur Bestätigen. Die erste Phase bestand aus viel Beobachten, dem Kennenlernen der IST-Situation und dem analysieren – diese ist im großen und ganzen abgeschlossen und wir werden das ganze jetzt, in Abstimmung mit dem Betreuerstab der Profimannschaft, in ein Gesamtkonzept bringen.

Was genau sind die Schwerpunkte deiner Tätigkeit?

Wie in der Frage zuvor bereits erwähnt war es zu Beginn das Kennenlernen des Ganzen! Wir werden in den kommenden Tagen nun Gespräche mit allen Jugendtrainern inkl. dem Betreuerstab der Profimannschaft führen – ein Konzept erstellen und gleichzeitig Modelltrainingseinheiten für die einzelnen Sparten entwickeln. Ziel ist es, von der Profimannschaft bis hin zu den Kleinsten eine einheitliche Spielphilosophie einzuführen.

Konntest du dir schon die eine oder andere Partie unserer Jungkicker live ansehen?

Ja klar! Ich habe mittlerweile jede Altersgruppe beinahe zwei Mal beobachten können und dabei viele wichtige Erkenntnisse gewonnen. Es gehört zu meiner Tätigkeit, dass ich draußen bei den Spielern, Eltern und Trainern bin und bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Steckt aus deiner Sicht ein Rohdiamant in den Startlöchern?

Ja Definitiv! Namen möchte ich allerdings an dieser Stelle keine nennen. Da unsere Profimannschaft mittlerweile Bundesligastatus hat, gibt es enorm viele Interessenten, die gerne bei uns mittrainieren wollen und sich eine große Zukunft sehen. Es ist daher enorm wichtig, dass wir die Strukturen der neuen Situation schnellstmöglich anpassen.

Wie sieht dein Plan für die Zukunft aus, wo müssen die Hebel angesetzt werden?

Das entworfene und von allen getragene Konzept soll so schnell wie möglich umgesetzt werden und die erst schon erwähnte Linie von oben bis unten soll erkennbar sein – dann sind wir auf einem sehr guten Weg und dann ist es auch möglich, die Profimannschaft mit eigenen Spielern zu bedienen.

Apropos Profis! Wie bist du mit unserer Elf zufrieden und was ist da in dieser Saison aus deiner Sicht noch alles möglich?

Ich glaube, es kann jeder hoch zufrieden sein! Wir sind als Aufsteiger, mit einer sehr kurzen Vorbereitung, in die Saison gegangen. Die Mannschat zieht an einem Strang, es wird sehr gut gearbeitet, das ist bei den Spielen von außen erkennbar. Da wo wir jetzt stehen ist eigentlich schon eine Top-Platzierung – aber jeder strebt nach höherem  und somit sage ich jetzt einfach „Top 3“.