BW zieht positive Zwischenbilanz

von Redaktion am 09.11.2011 um 08:09

Zur Halbzeit der aktuellen Saison können die Blau Weißen als Aufsteiger eine sehr positive Zwischenbilanz präsentieren.

Von Anbeginn weg konnte sich der FC Blau Weiß Linz in der Liga etablieren. Außer dem „Ausrutscher“ zuhause gegen Abstiegskandidaten FC Lustenau gab es kein Spiel, in dem die Linzer wirklich chancenlos waren. Nur sechs Spiele der Herbstsaison wurden verloren – und davon wiederum nur zwei mit mehr als einem Tor Unterschied. Mit nur vier Punkten Rückstand hat man auch den Titelanwärter und Lokalrivalen LASK weiterhin im Visier.

Ein ebenfalls sehr erfreuliches Bild bietet sich bei der Zuschauerbilanz: Mit einem Schnitt von 3.200 bei den Heimspielen wurden die Werte aus dem Vorjahr (Regionalliga) verdreifacht. Auch hier ist man mit dem LASK (3.489) auf Augenhöhe.

Bei den verkauften Dauerkarten beträgt der aktuelle Stand 620 – mehr als doppelt so viele wie in der Saison 2010/11. Ein ähnliches Bild bietet sich bei den VIPs: Mittlerweile 190 VIP-Tickets stehen 55 aus dem Regionalliga-Vorjahr gegenüber.

Insgesamt 62 Karten (56x gelb, 5x gelb/rot, 1x rot) werfen auf den ersten Blick einen „harten“ Schatten auf den FC Blau Weiß Linz. Aber auch hier sind die Blau Weißen in der Ersten Liga mit ihren neuen Anforderungen endgültig angekommen: Der Durchschnitt von 3,73 Karten pro Match (Runde 1-15) wurde in den letzten drei Partien mit einem Schnitt von 2,0 Karten pro Spiel bereits deutlich gesenkt.

 

Statements zur Herbstsaison:

Präsident Hermann Schellmann:
„Mit dem fünften Platz bin ich mehr als zufrieden. Mein Saisonziel war immer, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Je früher wir den Klassenerhalt schaffen, desto besser. Wir sind auch wirtschaftlich sehr erfolgreich unterwegs. Zweites großes Ziel im Frühjahr wird sein, das organisatorische Umfeld weiter zu verbessern. Sportlich wollen wir weiter den jungen österreichischen Weg gehen.
Auch in puncto Disziplin hat sich auch einiges zum Besseren gekehrt. Letztes Spiel haben wir nur eine gelbe Karte bekommen, was vielleicht schon wieder zu wenig ist.
Mit dem Fan-Zuspruch bin ich ebenfalls sehr zufrieden. 3.220 Zuschauern pro Heimspiel – damit haben wir uns im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und liegen nur noch ganz knapp hinter dem LASK. Unsere Zuschauerzahlen sind nicht geschönt – ich weiß nicht, wie es bei den anderen ist.“

Vizepräsident Walter Niedermayr:
„Ich bin vor elf Jahren – zu Landes- und Regionalligazeiten – zu den Blau Weißen gestoßen und bereue mein Engagement keine Sekunde. Mein großes Ziel war immer: endlich wieder ein Derby gegen den LASK im bezahlten Fußball. Die bisherigen Leistungen sind für mich sensationell: Wir sind als Zehnter der Budgettabelle auf dem fünften Platz. Bei 14 der 18 Spiele war ich sogar persönlich dabei.“

Teammanager Gerald Perzy:
Speziell der Cup und das 1:6 zuhause gegen Lustenau haben gezeigt, dass wir in gewissen Spielen noch nicht so weit sind, wie wir wollen. Grundsätzlich bin aber auch ich sehr zufrieden. Die Neuzugänge haben sensationell eingeschlagen – speziell Poljanec, der trotz weniger Einsätze fast in jedem Spiel trifft. Auch Dominic Hassler hat bewiesen, dass er uns helfen kann – er hat sieben Tore und viele Assists zum Erfolg beigesteuert.
Dank Trainer Weissenböck sind wir weg vom 4-4-2 System und spielen sehr modern. Wir passen uns an den Gegner sehr gut an und sind sehr schwer auszurechnen. Wir hatten sehr viele Ausfälle zu beklagen, jammern aber weniger als andere. Bestes Beispiel ist das Auswärtsmatch in St. Pölten, wo wir mit einem Rumpfkader gewonnen haben. Der SV Ried ist unser Vorbild. Aber wir brauchen noch Zeit, denn auch Ried ist nicht von heute auf morgen zu dem geworden, was sie heute sind.“

CheftrainerThomas Weissenböck:
„Im Herbst haben wir sehr viele gute Spiele abgeliefert, speziell die beiden Partien gegen Altach, wo wir uns zweimal sehr gut präsentiert haben. Wir können mit jeder Mannschaft mithalten, das Spiel gegen FC Lustenau war ein Ausrutscher. Wir haben das kleinste Budget der Liga, müssen kleine Brötchen backen und haben uns dennoch sehr gut präsentiert. Großes Ziel im Frühjahr ist, den LASK zu ärgern. Mein persönliches Ziel ist der fünfte Platz, vielleicht gelingt sogar noch der Sprung um einen Rang nach vorne.“

Stürmer Dominic Hassler:
„Wichtig war, dass wir nach dem Spiel gegen FC Lustenau oder dem Cup-Out wieder aufgestanden sind und sofort wieder voll da waren Im ersten Meisterschaftsviertel haben wir 11 Punkte geholt, im zweiten 15, das zeigt dass wir immer stärker werden. Mein Ziel im Herbst ist, den LASK im Derby zu schlagen.“

 

Bilanz der Herbstsaison:

Gesamt:
Rang fünf, elf Punkte Abstand zur Abstiegszone: Der Aufsteiger FC Blau Weiß Linz hat ein mehr als passables „Comeback“ im Profifußball hingelegt. Von 18 Spielen gingen lediglich sechs verloren. Dem stehen sieben Siege und fünf Remis gegenüber.

Heimbilanz:
Mit 17 Zählern aus neun Spielen liegen die Linzer in der Heimtabelle punktemäßig gleichauf mit den beiden Top-Teams Altach und WAC/St. Andrä. Die Blau Weißen erzielten zudem neben dem WAC/St. Andrä die meisten Heimtore aller Teams (18).

Auswärtsbilanz:
Auch die Auswärtsbilanz kann sich für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen: Drei der vier Niederlagen resultieren von Gastspielen bei den Top-Teams WAC/St. Andrä, Altach und Austria Lustenau.

Torbilanz:
26 geschossenen Toren (Rang 7) stehen 24 erhaltene Treffer gegenüber (Rang 3). Lässt man den „Ausrutscher“ gegen FC Lustenau (1:6) außer Acht, hätten die Blau Weißen sogar die wenigsten Tore aller Erste Liga-Klubs erhalten. Herzstück des blau weißen Spiels ist und bleibt somit die Abwehr. Die Top-Torschützen im Herbst: David Poljanec (9), Dominic Hassler (7) und Manuel Hartl (4).

Zuschauer:
28.800 Zuschauer sahen in der Herbstsaison die neun Heimspiele des FC Blau Weiß Linz. Das entspricht einem Schnitt von 3.200 Zuschauern. Die Linzer konnte damit ihre durchschnittliche Besucherzahl vom Vorjahr (1.063 pro Spiel) verdreifachen. Bereinigt man diese Zahl um das Derby gegen den LASK (11.900 Zuschauer), stehen 2.113 Besucher pro Match zu Buche. Besonders erfreulich: Nach 14 Jahren Abstinenz aus der Bundesliga ist man auch bei den Zuschauerzahlen mit dem Stadtrivalen LASK auf Augenhöhe.
Der Durchschnitt in der „Heute für Morgen“ Erste Liga (alle Spiele) liegt aktuell bei 2.044 – dem besten Wert seit dem Jahr 1974. Ein Ergebnis, das sicher auch auf das Mitwirken der beiden Linzer Traditionsklubs in der Liga zurückzuführen ist.

Einsätze:
19 Spieler kamen im Herbstdurchgang zum Einsatz. „Fleißigster“ blau weißer Kicker: Torsten Knabel, der lediglich ein Spiel sausen ließ und 1.530 Minuten am Platz stand.

Karten:
Insgesamt 62 Karten (56x gelb, 5x gelb/rot, 1x rot) werfen auf den ersten Blick einen „harten“ Schatten auf den FC Blau Weiß Linz. Aber auch hier scheinen die Blau Weißen in der Ersten Liga mit ihren neuen Anforderungen endgültig angekommen zu sein: Der Durchschnitt von 3,44 Karten pro Match wurde in den letzten drei Partien mit einem Schnitt von 2,0 Karten bereits deutlich gesenkt. Der vielgescholtene David Wimleitner rangiert mit vier erhaltenen Karten in der Top Ten Liste der „Bösen Buben“ nur auf Platz zehn (nach Karten pro eingesetzten Minuten).